Aus unserem Fenster - herangezoomt - Idre Fjäll. Unten die Lichter der Häuser, darüber die Piste, wo der Pistenbulli noch seine Arbeit erledigt ©dsk



Woche Achtzehn - Kalte Winternächte
 

Seit ein paar Tagen ist es tagsüber nicht „wärmer“ als minus zehn Grad, und nachts (huhu) minus fünfzehn, sechzehn. Ich liebe diese Kälte! Eine Stunde draußen herumlaufen, und immer wieder auf den Balkon, die Kälte fühlen. Abends wird das besonders spannend. Zuerst achte ich nur auf die Geräusche. Das Knirschen des Rauhreifs unter meinen Schritten, das Knacken der Holzbretter … Und die Stille! Einfach nichts. Dann plötzlich ein „Rums“. Das ist der Österdalälv, der längst vom einer Eisdecke bedeckt ist und sie hin und wieder zurecht ruckelt.
Dann haben sich die Augen an das Dunkel gewöhnt. Auf der anderen Flussseite flimmern die Lichter von Idre Fjäll, dem Skidorf. Durchs Fernglas sieht man die erleuchteten Häuser, die Straßenlaternen. Und ohne Fernglas bis spät abends beleuchtete Pisten. Die Lichter haben etwas Tröstliches – denn um uns herum ist es stockdunkel. Außer bei Vollmond.
Minutenlang schaue ich in den Himmel. Zuerst mache ich nur den Großen und den Kleinen Wagen aus und den Orion. Dann öffnet sich langsam das Weltall. Unzählige Sterne – und wie immer würde ich jetzt gerne sagen: Das ist die Lyra, dort das Zwillingssternbild, und da sind die Plejaden … Bisher kenne ich nur die Namen! Zu Hause werde ich endlich ein Seminar über den Sternenhimmel buchen! Ach ja, die Milchstraße kenne ich natürlich auch!
Plötzlich saust eine Sternschnuppe vorbei. Wirklich? Schnell ein Wunsch! Später lese ich im Netz: Gerade haben wir den Geminidenstrom durchquert. Ein großes Himmelsspektakel - leider verpasst, bis auf die eine Sternschnuppe. Aber am 23.12. ist der Ursidenstrom dran – den lasse ich mir nicht entgehen. Und im August, beim Perseidenstrom erst recht nicht …

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