Mit Lehrbuch, Audios und Vokabelheft müsste es doch eigentlich vorangehen ... ©dsk



Woche Dreiundzwanzig - Schwedisch lernen
 

Auf meiner Yoga-DVD heißt es beruhigend: Yoga entwickelt sich schrittweise. Diesen Zuspruch könnte ich beim Schwedisch-Lernen auch gebrauchen! Eine Stimme, die mir täglich sagt: Schwedisch entwickelt sich schrittweise … Denn mein Schwedisch entwickelt sich millimeterweise!
Dabei gibt es prima Unterstützung - abgesehen von unserm Lehrbuch, das relativ kontinuierlich zum Einsatz kommt. Die Frau an der „postställe“ spricht immer ganz langsam und deutlich – und strahlt, wenn ich versuche, ihr auf Schwedisch zu antworten. Bei ICA werde ich jedesmal lachend gefragt, ob ich die Prepaid-Karte fürs Internet noch auf schwedisch bestellen kann. Den Rest der Unterhaltung erledigen wir allerdings auf englisch.
Die „Fjällposten“ ist mittlerweile Pflichtlektüre, schon wegen der Termine. Wann kommt der Fischwagen? Gibt es demnächst ein Skirennen in Idre Fjäll? Die Rezepte, die im Supermarkt ausliegen, kochen wir locker nach, auf diese Weise haben wir Möhrenbratlinge entdeckt. Missverständnisse gibt’s natürlich auch: „havre fras“ gabs neulich als Sonderangebot – und ist mitnichten Haferfraß! "Fras", sagt das Wörterbuch, hat etwas mit „knistern“ zu tun, also ist wohl knuspriger Hafer.
Überhaupt das Wörterbuch! Das dicke liegt einsatzbereit zu Hause auf dem Tisch, das kleine im Auto, zur raschen Aufklärung. „Burk“, das Wort für Dose, haben wir auf dem Müllplatz kennengelernt (Stichwort Mülltrennung), das Verb „beginnen“ ist uns auf dem Weg nach Idre Fjäll begegnet „Låt äventyre börja“. Einiges steht allerdings nicht im Wörterbuch „loppis“ zum Beispiel, eine Art privater Flohmarkt.
Am schönsten ist es natürlich, wenn wir erst gar nicht nachschlagen müssen. Beim Straßenschild "stor renfarar" - Achtung Rentiere zum Beispiel, oder bei „lekande barn“ - spielende Kinder. Die Zuspitzung „levande barn“ - lebende Kinde haben wir sofort verstanden!

Zurück zur Übersicht