Busse, Bahnen, Taxis, Privatautos, Fußgänger - nur Radfahrer sind selten. Vor dem Osloer Hauptbahnhof ©dsk



Woche Einunddreißig - Oslo
 

Fünf Tage Urlaub. Statt der Stille unseres Waldes Osloer Großstadtleben. Ich hatte Stressreaktionen erwartet angesichts der Autos, Busse, Bahnen, Menschen. Aber nichts dergleichen – wir haben es genossen!
Einen Ballett-Abend im Opernhaus, das ich bisher nur von außen kannte. Danach ein Bier im alten Bahnhof, herrlich laut und voll. Das Munch-Museum, das muss einfach sein, wenn ich in Oslo bin. Munch und Fotos von Mapplethorpe nebeneinander – naja. Ein Spaziergang am Fjord im rosafarbenen Vor-Frühlingsdunst. Eine Rundfahrt durch das Viertel auf dem alten Flughafengelände von Fornebu. Viel neues Einerlei, aber auch ein paar interessante Konstrukte, die Statoil-Zentrale zum Beispiel. Überhaupt platzt Oslo aus den Nähten, gebaut wird wie verrückt. Dann der Laden für „Nordic design“, tausend schöne Dinge anschauen. Begegnungen mit Biathlon-Fans auf dem Weg nach Holmenkollen, fähnchenschwingend und geschminkt und ohne Gegröle. Mitwippen vor der Uni, wo nachmittag schon die Musik spielt und später die Sieger geehrt werden.
Und abends bei den Freunden, schön essen und trinken – und dann doch den Fernseher einschalten. Biathlon – ha, ein Norweger hat den Massenstart gewonnen! Deutsche Wahlergebnisse - trotz der deprimierenden AfD-Prozente hält sich die Laune. Was sich gegen die Rassisten und Frauenfeinde machen lässt, verschieben wir auf unsere Rückkehr im Herbst. Bis dahin wird uns hoffentlich etwas einfallen.

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